Pterygium-Operation (Flügelfell) und Pinguecula
Pterygium-Operation mit körpereigenem Bindehauttransplantat – mit Dr. Nejmi Öztürk, Facharzt für Augenheilkunde und Augenchirurg, im HG Hospital in Kahramanmaraş, Türkei
- Der Unterschied zwischen Pterygium (Flügelfell) und Pinguecula (Lidspaltenfleck) und ihre Ursachen
- Wann ein Pterygium operiert und wann es nur beobachtet wird
- Die Schritte der Operation mit Bindehauttransplantat, Heilung und Rezidivrisiko
- Behandlung im HG Hospital in Kahramanmaraş und Kostenübernahme durch die Versicherung
Was ist ein Pterygium?
Ein Pterygium (umgangssprachlich „Flügelfell“; auf Türkisch „göz eti“) ist eine dreieckige Gewebewucherung, bei der sich die dünne Haut, die das Augenweiß bedeckt (die Bindehaut), verdickt und auf die klare vordere Schicht des Auges, die Hornhaut, wächst. Es beginnt meist auf der zur Nase gelegenen Seite und schreitet über Jahre langsam fort. Weil es Blutgefäße enthält, sieht es rot aus; beim Wachsen zieht es an der Hornhaut und verursacht eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), und wenn es die Sehachse erreicht, verschlechtert es das Sehen. Ein Pterygium ist kein Tumor und nicht ansteckend.
Der Unterschied zwischen Pterygium und Pinguecula
Eine Pinguecula (Lidspaltenfleck) ist eine kleine, gelblich-weiße Erhebung der Bindehaut neben der Hornhaut; sie wächst nicht auf die Hornhaut. Von Zeit zu Zeit wird sie rot und reibt, beeinträchtigt aber nicht das Sehen und muss in der Regel nicht operiert werden. Ein Pterygium dagegen ist ein gefäßreiches, fortschreitendes Gewebe, das über die Hornhaut vorwächst. Beide hängen mit denselben Umweltfaktoren zusammen.
Was verursacht ein Pterygium?
Hauptursache eines Pterygiums ist die jahrelange Einwirkung von ultravioletten (UV-)Strahlen der Sonne, Staub und Wind. Es kommt daher häufiger bei Menschen vor, die in der Landwirtschaft, auf dem Bau und im Freien arbeiten, sowie in sonnigen, staubigen Klimazonen; in Kahramanmaraş und seinen Landkreisen wird es häufig bei Patientinnen und Patienten gesehen, die in der Landwirtschaft und im Freien arbeiten. Die staubigere Umgebung nach dem Erdbeben ist ein weiterer Faktor, der die Reizung der Augenoberfläche verstärken kann. Trockene Augen und ein Pterygium in der Familie erhöhen das Risiko.
Welche Beschwerden treten auf? Für wen ist die Operation geeignet?
Die häufigsten Beschwerden bei einem Pterygium sind Rötung, Stechen und Brennen, ein Sandkorngefühl im Auge und ein wachsendes, fleischiges Gewebe auf der Nasenseite des Auges, das auffällt.
- Rötung und Stechen, die bei Wind, Sonne und in staubiger Umgebung zunehmen
- Tränen, morgens klebriges Sekret
- Hornhautverkrümmung und verschwommenes Sehen durch den Zug an der Hornhaut
- Eine deutliche Sehverschlechterung, wenn sich das Gewebe der Pupille nähert
- Beschwerden beim Tragen von Kontaktlinsen
Die Operation ist für Patientinnen und Patienten geeignet, deren Pterygium sich der Pupille nähert, durch Hornhautverkrümmung das Sehen beeinträchtigt, trotz Tropfenbehandlung gerötet und gereizt bleibt oder die Augenbeweglichkeit einschränkt. Bei Patienten, bei denen eine Operation des Grauen Stars oder eine Laserbehandlung geplant ist, wird ein Pterygium, das die Messungen verfälscht, vorher entfernt.
Für wen ist sie nicht geeignet?
- Personen mit kleinem, ruhigem Pterygium: Gewebe, das keine Beschwerden macht und nicht auf die Hornhaut vorwächst, wird nicht operiert; es wird mit Tränenersatzmitteln und Sonnenschutz beobachtet.
- Personen mit einer Pinguecula: Da sie das Sehen nicht beeinträchtigt, wird eine Entfernung in der Regel nicht empfohlen; wird sie rot, genügt eine kurze Tropfenbehandlung.
- Personen mit aktiver Entzündung der Augenoberfläche oder unkontrolliert trockenen Augen: Diese werden vorher behandelt; andernfalls verzögert sich die Heilung, und das Rezidivrisiko steigt.
- Personen mit unkontrolliertem Diabetes oder einer Störung des Immunsystems: Der Allgemeinzustand wird vorher stabilisiert, damit die Wunde heilen kann.
- Patienten, die künftig eine Glaukomoperation benötigen könnten: Die obere Bindehaut wird geschont; das Transplantat wird aus einem anderen Bereich entnommen, oder es wird eine Amnionmembran bevorzugt.
Wie laufen Untersuchung und Diagnostik ab?
Ein Pterygium wird mit der Spaltlampe (Augenmikroskop) diagnostiziert; für die Operationsentscheidung und die Verlaufskontrolle kommen weitere Untersuchungen hinzu.
- Spaltlampenuntersuchung: Die Größe des Gewebes, wie weit es auf die Hornhaut vorgewachsen ist und der Grad der Gefäßbildung werden beurteilt.
- Sehschärfe und Refraktion: Es wird festgestellt, ob die Hornhautverkrümmung durch das Pterygium bedingt ist.
- Hornhauttopographie: Die durch das Gewebe verursachte Verformung der Hornhautkrümmung wird auf einer Karte der Hornhaut gemessen und vor und nach der Operation verglichen.
- Tests auf trockene Augen: Da trockene Augen das Rezidivrisiko erhöhen, werden sie vor der Operation behandelt.
- Fotodokumentation: Die Größe des Gewebes wird festgehalten, damit sich die Wachstumsgeschwindigkeit verfolgen lässt.
Wie wird die Pterygium-Operation durchgeführt?
Bei der Pterygium-Operation wird das Gewebe vollständig von Hornhaut und Augenweiß entfernt, und die freigelegte Stelle wird mit einem Stück körpereigener Bindehaut gedeckt (körpereigenes Bindehauttransplantat). Der Eingriff dauert in örtlicher Betäubung etwa 30–45 Minuten, und Sie gehen am selben Tag nach Hause.
- Betäubung: Betäubende Tropfen werden gegeben, und ein örtliches Betäubungsmittel wird mit einer feinen Nadel unter die Bindehaut gespritzt. Bei Bedarf erhalten Sie ein Beruhigungsmittel (Dämmerschlaf).
- Entfernung des Gewebes: Der Kopf des Pterygiums wird von der Hornhaut abgelöst, und sein Körper sowie das verdickte Gewebe darunter werden vom Augenweiß abgetrennt; der Augenmuskel wird dabei geschont.
- Glätten der Hornhautoberfläche: Raue Reste auf der Hornhaut werden entfernt.
- Bindehauttransplantat: Ein dünnes Stück gesunder Bindehaut wird unter dem Oberlid entnommen und auf die freie Stelle gelegt. Das Transplantat wird mit feinen Nähten oder mit Fibrin-Gewebekleber befestigt; bei Verwendung von Kleber hält das Fremdkörpergefühl nach der Operation kürzer an.
- Zusätzliche Maßnahmen: Bei einem wiederkehrenden Pterygium kann während der Operation kurz Mitomycin C aufgebracht werden, um die Rezidivwahrscheinlichkeit zu senken. Reicht die Bindehaut nicht aus, kann ein Amnionmembran-Transplantat verwendet werden.
- Verband: Antibiotische Salbe wird aufgetragen, und das Auge bleibt einen Tag lang abgedeckt.
Was Sie erwartet: Bei der Injektion brennt es kurz, und während der Operation spüren Sie Druck und Berührung; die Schmerzen sind in der Regel gering. Stechen, Tränen und Lichtempfindlichkeit sind in den Tagen nach der Operation zu erwarten.
Die Pterygium-Operation Schritt für Schritt
Entfernung des auf die Hornhaut gewachsenen Gewebes und Deckung der freien Stelle mit körpereigenem Gewebe.
- Wachstum des PterygiumsDas Bindehautgewebe wächst, meist von der Nasenseite her, dreieckig auf die Hornhaut zu. Mit zunehmender Größe kann es einen Astigmatismus verursachen und das Sehen beeinträchtigen, wenn es die Sehachse bedeckt.
- Entfernung und GewebeersatzNach der Entfernung des Gewebes wird die freie Stelle mit einem dünnen Stück aus der eigenen Bindehaut des Auges gedeckt. Dieses Vorgehen verringert die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs.
- HeilungDie Oberfläche schließt sich innerhalb weniger Wochen. Eine Rötung kann noch einige Zeit bestehen; Schutz vor Sonne, Staub und Wind senkt das Rezidivrisiko.
Wie verläuft die Heilung?
Nach der Pterygium-Operation klingen die Beschwerden meist innerhalb von 1 Woche und die Rötung innerhalb von 3–6 Wochen ab.
Tag 1
Der Verband wird bei der Kontrolle am nächsten Tag entfernt; antibiotische und kortisonhaltige (Steroid-)Tropfen werden begonnen. Stechen, Tränen und Lichtempfindlichkeit sind normal; eine Sonnenbrille hilft. Reiben Sie nicht am Auge.
Woche 1
Das Transplantat kann leicht geschwollen und gerötet aussehen; das zeigt, dass es anwächst. Wurden Nähte verwendet, kann das Fremdkörpergefühl bis zur Fadenentfernung (1–2 Wochen) anhalten. Meiden Sie staubige und windige Umgebungen; die Rückkehr an den Schreibtisch ist nach 3–5 Tagen, zur Arbeit im Freien nach 1–2 Wochen möglich.
Monat 1 und danach
Die Rötung geht deutlich zurück; die Steroidtropfen werden unter ärztlicher Kontrolle schrittweise reduziert und abgesetzt. Bis das Transplantat vollständig eingeheilt ist, dauert es 4–8 Wochen. Da Rezidive am häufigsten innerhalb der 12 Monate nach der Operation auftreten, werden Kontrollen an Tag 1, nach 1 Woche, 1 Monat, 3 Monaten und 1 Jahr geplant; für Patientinnen und Patienten aus den umliegenden Landkreisen wird die Kontrolle an Tag 1 so gelegt, dass sie in dieselbe Reise wie die Operation passt.
Welche Risiken und Grenzen gibt es?
Die wichtigste Einschränkung der Pterygium-Operation ist die Möglichkeit, dass das Gewebe nachwächst (Rezidiv); ein Bindehauttransplantat senkt dieses Risiko deutlich, schließt es aber nicht aus.
- Rezidiv: Bei Operationen ohne Transplantat kann die Rezidivrate über 30 Prozent liegen, während mit einem körpereigenen Transplantat in der Fachliteratur etwa 5–10 Prozent berichtet werden. Junges Alter, Arbeit im Freien und großes, gefäßreiches Gewebe erhöhen das Risiko.
- Probleme mit dem Transplantat: Das Transplantat kann anschwellen, verrutschen oder in seltenen Fällen nicht anwachsen; dann kann es erneut angenäht werden.
- Hornhautnarbe und Hornhautverkrümmung: Bei Gewebe, das sehr nah an die Pupille herangewachsen ist, können eine zarte Narbe auf der Hornhaut und eine gewisse Hornhautverkrümmung zurückbleiben; deshalb sollte die Operation nicht zu lange hinausgezögert werden.
- Länger anhaltende Rötung: Bei manchen Patienten kann sie 2–3 Monate dauern.
- Seltene Risiken: Infektion, Reaktion auf die Nähte, Anstieg des Augeninnendrucks durch die Steroidtropfen, Ausdünnung der Lederhaut bei mit Mitomycin behandelten Augen und Doppelbilder, wenn der Augenmuskel betroffen ist.
Alternativen und Vergleich
Die Operation ist die Behandlung, die ein Pterygium tatsächlich entfernt; Tropfen und Laser zerstören das Gewebe nicht.
| Option | Für wen | Rezidivrisiko | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Beobachtung, Tränenersatzmittel, Sonnenschutz | Kleines, ruhiges Pterygium; Pinguecula | — | Kurze Tropfenbehandlung in Phasen mit Rötung |
| Entfernung ohne Transplantat (freiliegende Lederhaut) | Heute nicht mehr empfohlen | Hoch | Nur Entfernung |
| Bindehauttransplantat (mit Nähten) | Standardmethode | Niedrig | Fadenentfernung nach 1–2 Wochen |
| Bindehauttransplantat (mit Gewebekleber) | Standardmethode | Niedrig | Das Fremdkörpergefühl hält kürzer an |
| Amnionmembran-Transplantat | Große oder wiederkehrende Fälle, unzureichende Bindehaut | Mittel | Kann auch zusammen mit einem körpereigenen Transplantat verwendet werden |
| Mitomycin C (Zusatzmaßnahme) | Wiederkehrende Fälle | Senkt es | Bei ausgewählten Patienten, wegen des Risikos einer Ausdünnung der Lederhaut |
Weil ein Pterygium die Hornhautoberfläche betrifft, wird es zusammen mit den Hornhauterkrankungen beurteilt; begleitende trockene Augen und eine Blepharitis werden vor der Operation behandelt.
Diese Behandlung in Kahramanmaraş
Die Pterygium-Operation (Pterygium-Exzision mit körpereigenem Bindehauttransplantat) führt Dr. Nejmi Öztürk im HG Hospital in Kahramanmaraş, Türkei, durch. Untersuchung, Hornhauttopographie und Operationsplanung erfolgen im selben Krankenhaus; die Operation wird in örtlicher Betäubung ambulant durchgeführt.
Das HG Hospital ist ein privates Krankenhaus mit Vertrag mit der türkischen Sozialversicherungsanstalt (SGK); Patientinnen und Patienten mit gültigem SGK-Versicherungsschutz können es nutzen, wobei eine Zuzahlung für Privatkrankenhäuser anfallen kann. Die Pterygium-Operation wird von der SGK in der Regel übernommen; die Entfernung einer Pinguecula aus rein ästhetischen Gründen kann außerhalb der Leistungen liegen. Patientinnen und Patienten ohne SGK-Versicherungsschutz, etwa internationale Patienten und Besucher aus dem Ausland, zahlen privat oder über ihre private Kranken- bzw. Reisekrankenversicherung; das Krankenhaus prüft den Versicherungsschutz vor der Behandlung. Wenn Sie in Deutschland versichert sind, fragen Sie bitte vorab bei Ihrer Krankenkasse oder Versicherung nach, ob eine geplante Behandlung im Ausland erstattet wird; eine Zusage dazu kann das Krankenhaus nicht geben. Informationen zu den Kosten erteilt das Krankenhaus nach der Untersuchung; die Kostenübernahme durch die Versicherung wird beim Beratungsgespräch geklärt.
Patientinnen und Patienten aus Elbistan, Afşin, Göksun, Ekinözü und Nurhak kommen zur Untersuchung und Operation ins HG Hospital nach Kahramanmaraş; Dr. Öztürk behandelt nicht in Elbistan. Viele Leserinnen und Leser dieser Seite reisen im Sommer aus Deutschland zu ihren Familien nach Elbistan oder Kahramanmaraş; planen Sie in diesem Fall Untersuchung, Operation und Kontrollen innerhalb Ihres Aufenthalts und bitten Sie das Krankenhaus um einen schriftlichen Bericht für Ihren Augenarzt zu Hause. Hinweise zur Anreise finden Sie auf der Seite Patienten aus Elbistan und Umgebung.
Dr. Nejmi Öztürk behandelt Patientinnen und Patienten im HG Hospital in Kahramanmaraş, Türkei. Wer aus anderen Landkreisen oder aus dem Ausland anreist, kann Untersuchung, Diagnostik und Behandlungsplanung am selben Tag erhalten.
Zentrale des Krankenhauses (innerhalb der Türkei): 444 46 46 · E-Mail: info@nejmiozturk.com · HG Hospital, Üngüt Mevkii, Prof. Dr. Necmettin Erbakan Blv. No:209, Onikişubat / Kahramanmaraş, Türkei
Häufige Fragen
Kann ein Pterygium nach der Operation wiederkommen?
Ja; mit einem körpereigenen Bindehauttransplantat liegt diese Wahrscheinlichkeit in der Fachliteratur bei etwa 5–10 Prozent. Rezidive treten meist innerhalb der 12 Monate nach der Operation auf. Sonnenbrille, Hut und die regelmäßige Anwendung der Tropfen senken das Risiko.
Lässt sich ein Pterygium mit Tropfen beseitigen?
Nein; Tropfen lindern Rötung und Stechen, lassen das Gewebe aber nicht schrumpfen. Sie werden eingesetzt, um die Beschwerden kleiner Pterygien zu kontrollieren, die nicht operiert werden müssen. Wächst das Gewebe, wird die Operationsentscheidung bei der Untersuchung getroffen.
Kann ein Pterygium mit Laser entfernt werden?
Ein Pterygium wird standardmäßig operativ entfernt; ein Laser kann das Gewebe nicht zerstören. Auch wenn manche Zentren zur Verringerung der Rötung einen Gefäßlaser versuchen, wird für ein dauerhaftes Ergebnis das Gewebe entfernt und ein Transplantat eingesetzt.
Habe ich während und nach der Operation Schmerzen?
In örtlicher Betäubung brennt es bei der Injektion kurz, und während der Operation spüren Sie Druck; die Schmerzen sind in der Regel gering. In den folgenden Tagen sind Stechen und Tränen zu erwarten; sie werden mit Schmerzmitteln und Tropfen kontrolliert.
Wann kann ich nach der Operation wieder arbeiten?
Die Rückkehr an den Schreibtisch ist nach 3–5 Tagen möglich. Bei staubigen, sonnigen Tätigkeiten wie in der Landwirtschaft oder auf dem Bau wird empfohlen, 1–2 Wochen zu warten und danach eine Schutzbrille zu tragen.
Beeinträchtigt ein Pterygium das Sehen oder führt es zur Erblindung?
Ein Pterygium führt nicht zur Erblindung; nähert es sich jedoch der Pupille, verursacht es Hornhautverkrümmung und verschwommenes Sehen. Wird zu lange gewartet, kann es eine bleibende Narbe auf der Hornhaut hinterlassen. Deshalb wird die Operation nicht hinausgezögert, wenn das Gewebe fortschreitet.
Muss eine Pinguecula operiert werden?
In der Regel nicht. Eine Pinguecula wächst nicht auf die Hornhaut und beeinträchtigt das Sehen nicht; wird sie rot, genügt eine kurze Tropfenbehandlung. Große Pingueculae, die ständig reizen, können bei ausgewählten Patienten entfernt werden.
Übernimmt die Versicherung die Pterygium-Operation, und was kostet sie?
Die Pterygium-Operation wird von der SGK in der Regel übernommen; da das HG Hospital ein privates Krankenhaus mit SGK-Vertrag ist, kann eine Zuzahlung anfallen. Patientinnen und Patienten ohne SGK-Versicherungsschutz zahlen privat oder über ihre private Kranken- bzw. Reisekrankenversicherung; wenn Sie in Deutschland versichert sind, klären Sie eine mögliche Erstattung bitte vorab mit Ihrer Krankenkasse oder Versicherung. Informationen zu den Kosten erteilt das Krankenhaus nach der Untersuchung; die Kostenübernahme durch die Versicherung wird beim Beratungsgespräch geklärt.
Ich komme aus Elbistan; können Untersuchung und Operation am selben Tag stattfinden?
Untersuchung und Diagnostik werden am selben Tag abgeschlossen; die Operation wird in der Regel für einen separaten Tag geplant. Die Operation und die Kontrolle am nächsten Tag werden so gelegt, dass möglichst wenige Fahrten nötig sind. Es wird empfohlen, am Operationstag nicht selbst zu fahren und eine Begleitperson mitzubringen. Wenn Sie aus Deutschland zu Besuch sind, planen Sie Untersuchung, Operation und die Kontrollen nach der Operation innerhalb Ihres Aufenthalts ein und bitten Sie um einen schriftlichen Bericht für Ihren Augenarzt zu Hause.
Wie kann ich mich vor einem Pterygium schützen?
Tragen Sie im Freien eine Sonnenbrille mit UV-Schutz und einen Hut mit breiter Krempe. Verwenden Sie bei staubigen Arbeiten eine Schutzbrille und bei trockenen Augen Tränenersatzmittel. Diese Maßnahmen verringern sowohl die Entstehung eines neuen Pterygiums als auch ein Rezidiv nach der Operation.
Quellen
- Türkische Ophthalmologische Gesellschaft (TOD) — todnet.org
- American Academy of Ophthalmology (AAO) — aao.org
- European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) — escrs.org
- National Eye Institute (NEI) — nei.nih.gov
- Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) — dog.org
- Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) — augeninfo.de
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Dr. Nejmi Öztürk
Facharzt für Augenheilkunde
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